Ist das Kaufhaus Galeria Kaufhof ein Baudenkmal?

Wie lasse ich RegensburgerInnen  explodieren? Ganz einfach: Ich schwärme von der Schönheit des Kaufhauses Galerie Kaufhof.

Es gibt kein anderes Bauwerk in der Altstadt, dass seit fast 50 Jahren die Gemüter so erregt, wie der große „Klotz“ an der Ostseite des Neupfarrplatzes.

Und doch – die Frage nach der Denkmalwürdigkeit solcher Kaufhausbauten der 1960er und frühen 1970er Jahre stellt sich vielerorts in einer Phase der Architekturgeschichte, in der immer mehr dieser in jeder Hinsicht stadtbildprägenden Nachkriegsbauten in Deutschland verschwinden – um nur Nürnberg als aktuelles Beispiel zu nennen.

Nach der Definition des Art. 1 des BayDSchG müssen wir uns diesem Thema irgendwann stellen. Es handelt sich um einen charakteristischen und doch in vielerlei Hinsicht außergewöhnlichen Bau einer abgeschlossenen historischen Architekturepoche. Bei der bekannten Qualität der Gegenwartsarchitektur in Regensburg ist kaum zu erwarten, dass im Falle eines Abbruchs etwas Gleichrangiges oder gar Besseres an seine Stelle treten würde.

Das war die Fragen, die der Kunsthistorikerin Nadine Merk gestellt wurden. Sie hat sich in einem lesenswerten Beitrag damit beschäftigt und dabei auch einen neuen Aspekt der Erinnerungskultur mit eingebracht.

Wir danken Frau Merk, dass sie uns ihre Ergebnisse zur Publikation zur Verfügung stellt.

Peter Morsbach

Galeria Kaufhof – ein Denkmal?