Das Schottenportal

Das Schottenportal in Gefahr

(ah) Das Schottenportal der ehemaligen irischen Benediktinerabtei-Kirche St. Jakob aus dem 3. Viertel des 12. Jahrhunderts ist das aufwendigste und figurenreichste Portal der Romanik in Deutschland.

 

1999 wurde zum Schutz des gefährdeten Portals eine Vorhalle errichtet. Es wurde jedoch nicht der am besten geeignete Entwurf gewählt, sondern – entgegen dem Wunsch der Jury – der aus Glas bestehende Entwurf von Gottfried Böhm. Die Vorhalle bereitet seitdem durch das in ihrem Innenraum entstandene Mikroklima große Probleme und trägt zum weiteren Verfall des Werks nicht unerheblich bei.

 

Am schlimmsten und schädlichsten ist die schwarze Gipskruste auf der Oberfläche des Portals, die – wie früher an den Fassaden des Regensburger Doms – den Austritt der Feuchtigkeit aus dem Stein verhindert. Durch Salz- und Frostsprengung wird die empfindliche Oberfläche der Skulpturen schwer beschädigt. Es gibt inzwischen erprobte Methoden, diese Gipskruste schonend zu entfernen, ohne die Skulpturen und die nachgewiesenen Reste alter Bemalungen zu beeinträchtigen. Die Altstadtfreunde fordern daher umgehende Maßnahmen zur Rettung der in ihrem Bestand akut bedrohten, einzigartigen Bilderwand.

 

Wir werben um Spenden, damit eine Anschubfinanzierung durch das Priesterseminar möglich wird – die Voraussetzung für Zuschüsse vom Land und von einschlägigen Stiftungen. Dabei haben wir uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, eine Summe von mindestens 10.000 € zusammenzubringen. Und tatsächlich sind bereits namhafte Spenden durch den Rotary Club Regensburg und Privatpersonen eingegangen.

 

Unser 2. Vorsitzender Prof. Dr. Achim Hubel hat zu diesem Thema bereits Vorträge beim Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg am 6. Oktober 2021, beim Rotary Club Regensburg am 22. Oktober 2021 und bei der Mitgliederversammlung der Altstadtfreunde am 15. Februar 2022 gehalten. Weitere Vorträge folgen am 9. März 2022 beim Rotary Club Regensburg Millenium und am 26. April 2022 beim Rotary Club Regensburg Porta Praetoria.

 

Jedes Mitglied unseres Vereins, das mindestens 150 € spendet, erhält eine signierte und nummerierte Grafikmappe der Künstlerin Ann-Kathrin Müller als Geschenk, die wir im vergangenen Jahr als Sonderedition herausgebracht haben.

 

Das Ionen-Tauschverfahren als Lösung am Schottenportal?, Regensburger Zeitung 23.04.2022

30 Sensoren zur Rettung des Schottenportals, Regensburger Zeitung 23.04.2022

 

Foto: Peter Morsbach