Wer wir sind

Seit unserer Gründung 1966 setzen wir uns dafür ein, dass die Altstadt der lebensfähige Mittelpunkt von Regensburg  bleibt, in dem sich Wohnen, Handel und Dienstleistungen ergänzen, wie es zum Wesen einer Stadt gehört. Parteipolitisch neutral, beteiligen wir uns sachorientiert und fachlich fundiert an zentralen Diskussionen zur Altstadt. Hierbei treten wir nicht nur für eine ungeschmälerte Erhaltung der Bausubstanz ein, sondern auch für die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner. Durch fortdauernde öffentliche Wirksamkeit gelang es uns, die Begeisterung für unsere Stadt zu wecken und dadurch ein breites bürgerschaftliches Engagement auf den Weg zu bringen.


Wir beziehen Stellung zu allen wesentlichen Themen wie Stadtentwicklung, Verkehrsplanung, Freiraumplanung, Tourismus sowie zu bau- und kulturgeschichtlichen Belangen. Das Ziel, die Erhaltung der Regensburger Altstadt zu einem „Prüfstein für das baukulturelle Gewissen Deutschlands“ zu machen, muss in jeder Generation neu errungen werden.

Foto: Peter Morsbach

Wächter zu sein für die bauliche Substanz der Altstadt, die Bürger anzuregen und aufzuklären, wenn Hand an die Schönheit, die Einmaligkeit ihrer Stadt gelegt wird – dieses in der Präambel der Satzung verankerte Prinzip verfolgen wir seit mehr als einem halben Jahrhundert.

 

Von Anbeginn war für die Altstadtfreunde ein enger Schulterschluss mit der staatlichen und kommunalen Denkmalpflege selbstverständlich.

 

Es geht aber nicht nur darum, Schaden von der wertvollen Bausubstanz abzuwenden, sondern auch um Bauleitplanung mit der Einforderung von Flächennutzungsplänen, Bebauungsplänen und Verkehrskonzepten. Gerade die Folgen des Klimawandels stellen vor besondere, neue Herausforderungen.

Das von Mitgliedern der Altstadtfreunde erfundene Bürgerfest 1973 – das Jahr, in dem das Bayerische Denkmalschutzgesetz verabschiedet wurde – bildete die Initialzündung für einen neuen Umgang mit der Altstadt und für eine umfassende Verkehrsberuhigung. Feste, Führungen, Vorträge, die Mitveranstaltung des jährlichen Regensburger Herbstsymposions für Kunst, Geschichte und Denkmalpflege erreichen eine interessierte Öffentlichkeit.

 

Obwohl die Existenz der Altstadt nicht mehr auf dem Spiel steht, sind die Probleme heute oftmals dieselben wie vor einem halben Jahrhundert. Wir ringen um einen liebevolleren Umgang mit der Altstadt, immer noch um die Verkehrsberuhigung und versuchen Fehlentscheidungen im Städtebau abzuwenden.

 

Wir setzen uns für eine verbesserte Bürgerbeteiligung an den wesentlichen Entwicklungs- und Entscheidungsprozessen ein, denn die Bürgerschaft will nicht auf Beschlüsse reagieren, sondern im Vorfeld agieren, mitgestalten und vor allem ernst genommen werden. Immer standen wir auch den Stadträtinnen und Stadträten beratend zur Seite. Es geht nicht um Konfrontation, es geht um Sachdiskussion und Dialog.